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Wenn Unternehmens- und Marketingkommunikation zum Selbstzweck werden

von Tanja Laube (Interim Managerin)

, von Tanja Laube (Interim Managerin)

(Autor: Tanja Laube) Unternehmens-, Marketingkommunikation und PR haben sich von einer Nebenbeschäftigung zur komplexen unternehmerischen Notwendigkeit entwickelt. Während früher in einigen Fällen die Assistentin des Geschäftsführers „das bisschen Öffentlichkeitsarbeit“ so nebenbei gemacht hat, bauen Unternehmen heute große Marketing- und Kommunikationsbereiche auf. Genügte es vor 15 Jahren noch, eine Internetseite zu haben und hin und wieder eine Pressemitteilung zu versenden, steht heute ein großes Instrumentarium für die Kommunikation zur Verfügung: Pressemitteilungen, Interviews, Bloggerbeziehungen, Intranet, Story Telling, Twitter, webinars, mobiles Marketing, advertorials, social media release, product placement, reputation management etc. Zu jeder dieser Leistungen lassen sich Agenturen finden, die sich darauf spezialisiert haben. Sie bieten ihre Dienstleistungen als ein MUSS an. Laut einer VDA-Umfrage im Jahr 2010 erhalten 61% der befragten Unternehmen jeden Monat bis zu 20 Agentur-Bewerbungen, 31% bis zu 50 Bewerbungen, 8% sogar über 50 Bewerbungen. Wer soll das alles verstehen und prüfen? Im schlimmsten Fall werden Projekte vorgeschlagen, die der Agentur einen begehrten Marketingpreis einbringen, aber beim Kunden bleibt das erhoffte Resultat aus.

Marketing, Unternehmenskommunikation und PR sollen eigentlich Komplexität reduzieren. Sie sollen relevante Botschaften auf nachvollziehbaren Wegen an die geeignete Zielgruppe bringen, um Unternehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen eindeutig am Markt zu positionieren. Was machen sie stattdessen? Sie verursachen eine noch nie dagewesene Komplexität auf Unternehmensseite und drohen in vielen Bereichen zum Selbstzweck zu werden. Das kostet Zeit und Geld.

Die Herausforderung für Unternehmen ist, dass Marketing- und Unternehmenskommunikation längst zur unternehmerischen Notwendigkeit geworden sind. Unternehmen müssen kommunizieren. Entweder weil sie börsennotiert sind, Finanzgeber brauchen, sich als Arbeitgeber attraktiv machen müssen, sich durch Kommunikation Wettbewerbsvorteile verschaffen wollen oder weil sie komplexe Wertschöpfungsketten oder Produkte haben, die erläuternde Kommunikation notwendig machen.

Unternehmen fehlt es aber oft an der Erfahrung und dem Personal ihre Kommunikation aufzubauen, neu zu strukturieren oder zu überprüfen. Außerdem gewinnen sie den Eindruck, dafür viel Zeit und Geld aufwenden zu müssen. Auch Unternehmen mit Kommunikationsabteilungen beobachten mit Unbehagen, was sie vielleicht noch alles tun müssten und setzen hier und da zusätzliche Mittel ein; aber das Unwohlsein bleibt. Immerhin sind die Ergebnisse ihrer Bemühungen oft schwer messbar. Aber auch für diese Herausforderung gibt es selbstverständlich sehr viele Agenturangebote.

Was bietet sich in einem solchen Fall mehr an als ein von Agenturen und Unternehmen unabhängiger Interim-Manager? Dieser macht vielleicht nicht immer alles besser, aber ganz bestimmt anders; und vor allem: Er bewegt etwas! Er kommt mit frischem, professionellem Blick in Ihr Unternehmen, überwindet interne Barrieren leichter, da er kein Teil davon geworden ist, und kann sich weitgehend unbeeindruckt vom Tagesgeschäft ganz seiner Aufgabe widmen. Er wird Komplexität reduzieren, transparente Strukturen für Marketing- und Unternehmenskommunikation entwickeln sowie Positionierungen, Kommunikationsstrategien und -pläne erarbeiten. Diese werden es Ihnen und Ihren Mitarbeitern auch nach seinem Weggang erlauben, zielgerichtet, konsistent und angemessen zu kommunizieren. Denn, umso klarer Marketing- und Unternehmenskommunikation sowie PR auf Ihrer Seite organisiert sind, desto souveräner begegnen Sie den Anforderungen, die Ihre Kunden und Stakeholder an moderne Kommunikation stellen; und zwar mit einem Ihrem Unternehmen angemessenen Zeit- und Budgetaufwand.

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